Packendes Halbfinale - besser als jeder Tatortkrimi

In einem packenden und irren Halbfinale, was nur der Fußball schreiben kann, unterliegt unsere E-Jugend dem VfB Germania Halberstadt mit 6:5.

Über Blankenburg II (10:0), Eintracht Osterwieck (16:0), SV Blau-Weiß Hausneindorf I (5:0) und FSV Aaskania Ballenstedt (6:2) qualifizierte sich unsere Elf für das Halbfinale gegen den Favoriten VfB Germania Halberstadt.
Kurios schon im Vorfeld: zum wiederholten Male Auswärts; nach dem Liga-Spiel letzte Woche in HBS (Endergebnis 2:1) erneut gegen sie und eigentlich das gefühlte Finale, da das andere Halbfinale deutlich schwächer besetzt ist mit zwei Mannschaften aus der Kreisklasse (Germania Wernigerode : SG Gernrode / Rieder) - aber was solls, Losglück war noch nie unsere Stärke.

Mit der wohl besten Truppe die unsere E-Jugend in diesem Jahr zu bieten hat, ging es bei besten Fußballwetter ins Friedensstadion, wobei schon vor dem Anstoß schlechte Nachrichten dem Kick voraus gingen - so wurde vom KFV Harz kein Schiedsrichter angesetzt und ein Schiri von Halberstadt gestellt, der vor dem Anstoß natürlich mehrfach uns gegenüber betonte nicht parteiisch zu pfeifen...!
Nach dem Anpfiff plätscherte das Spiel vor sich, Fehler auf beiden Seiten machten immer wieder Räume auf. So war es Halberstadt die in der 14.min das 1:0 machten und nur 2 min darauf auf 2:0 erhöhten. Die Mannschaft bäumte sich kurz auf und kam durch klasse vorarbeit von Justin Vollwerk, durch Dian Gülzow auf ein 2:1 (23.min) ran. Mit den Gedanken scheinbar schon in der Halbzeit, fiel dann jedoch fast mit dem Pausenpfiff das 3:1 (25.min). 
Trotz motivierender Worte und guter Körpersprache in der Halbzeit, erlebten wir dann die wohl schlimmsten 15min der bisherigen Saison. Binnen der viertel Stunde fielen 3 Tore, alle für Halberstadt und es stand in der 40.min 6:1 für die Germania. Wohl ein Tor zu fiel, wie sich später rausstellte. In der 44. erzielte erneut Dian Gülzow das 6:2 - und na nun, da ging doch noch was! 
Die nächsten 6 Minuten sind wohl kaum in Worte zu fassen. Unsere Truppe schmiss sich in jeden Ball, fightete bis zum Umfallen und hatte auf einmal wieder alles in der Hand. Innerhalb von 3 Minuten erzielten Dian Gülzow, Yona Schulz und Ruben Eyermann Tore 3, 4 und 5 und wir waren ganz dicht dran an der großen Überraschung. Ohne Prophet zu sein muss man wohl sagen, hätten wir das 6:6 gemacht, hätten wir wohl in der Verlängerung gewonnen!

Sei's drum - großer Respekt an unsere Mannschaft. Nach einem 6:1 auswärts in Halberstadt solch eine Moral zu zeigen. Die Zuschauer erlebten ein wirklich irres und packendes Halbfinale, was den Namen "Spiel des Jahres" oder "Finale" verdient hätte. Einen Tag später überwiegt natürlich nach wie vor die Enttäuschung aller Aktiven von Grün-Weiß, die heisere Stimme des Trainers ist dabei nur eine kleine Wunde von vielen, die geleckt werden muss.

Unsere 10 Kämpfer vom Spiel:
Calli Waldmann
Yona Schulz
Moritz Kuthe
Fabi Marx
Mo Müller
Dian Gülzow
Ole Bertram
Ruben Eyermann
Justin Vollwerk
Devin Günther